Brautkleid

Welches Brautkleid passt am besten zu mir?

A-Linie, Meerjungfrau oder Empire — so findet ihr die Silhouette, die eure Figur perfekt betont, zu eurem Hochzeitsstil passt und auf Fotos traumhaft aussieht.

📖 10 Min. Lesezeit👗 Brautkleid-Guide

Das Brautkleid ist das Herzstück eures großen Tages — und die Suche danach gehört für viele Bräute zu den aufregendsten, aber auch stressigsten Phasen der Hochzeitsplanung. Tausende von Modellen, hunderte von Boutiquen und unzählige Meinungen von Familie und Freunden können schnell überwältigend wirken. Dabei ist das Geheimnis gar nicht so kompliziert: Das richtige Kleid ist das, in dem ihr euch wunderschön und wie ihr selbst fühlt — und das gleichzeitig zu eurem Körpertyp, eurem Hochzeitsstil und natürlich zu den Fotos passt, die ihr für immer behalten werdet.

In diesem Guide erfahrt ihr, welche Silhouetten zu welchem Körpertyp passen, welche Stoffe welche Wirkung erzielen, wann ihr mit der Suche beginnen solltet und worauf ein geübtes Fotografen-Auge bei einem Brautkleid achtet.

1. Euren Körpertyp kennen — der erste Schritt

Bevor ihr eine einzige Boutique betretet, lohnt es sich, den eigenen Körpertyp realistisch einzuschätzen. Nicht um sich selbst zu kritisieren — sondern um gezielter zu suchen und Zeit zu sparen. Die vier häufigsten Körpertypen bei Frauen sind:

Sanduhr

Ausgeprägte Taille, Hüfte und Schultern ähnlich breit. Fast jede Silhouette steht euch — ihr könnt die Kurven betonen oder kaschieren. Besonders vorteilhaft: Meerjungfrau, A-Linie, Ballkleid.

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Schmal & Athletisch

Wenig ausgeprägte Taille, sportliche Figur. Ihr könnt Kurven optisch erzeugen: Ballkleid mit weitem Rock oder A-Linie schafft Volumen. Auch Etui-Kleider betonen die schlanke Linie elegant.

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Birnenform

Schmale Schultern, ausgeprägte Hüfte. A-Linie und Empire-Kleider sind eure besten Freunde — sie gleichen die Proportionen wunderbar aus und lassen die Taille schmal wirken.

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Rund & Kurvig

Üppige Formen an Brust, Taille und Hüfte. A-Linie und Empire strecken optisch. Vermeidet zu enge Schnitte ohne Stretch-Anteil. Fließende Stoffe wie Chiffon schmeicheln sehr.

Wichtig: Diese Kategorien sind Orientierung, keine Gesetze. Viele Bräute sind begeistert von Kleidern, die "eigentlich nicht zu ihrem Typ passen". Probiert mindestens 2–3 verschiedene Silhouetten, bevor ihr euch festlegt.

2. Die Silhouetten im Detail

Die Silhouette — also die Grundform des Kleides — ist die wichtigste Entscheidung. Hier sind die gängigsten Schnitte und ihre Besonderheiten:

A-Linie

Die A-Linie ist die meistgekaufte Brautkleid-Silhouette weltweit — und das aus gutem Grund. Der Rock beginnt an der Taille und fällt gleichmäßig nach unten, ähnlich dem Buchstaben A. Das Ergebnis: eine schmale Taille wird betont, Hüfte und Oberschenkel werden kaschiert, und die Gesamtlinie wirkt elegant und zeitlos. Fast jeder Körpertyp kommt mit einer A-Linie gut aus.

Meerjungfrau / Fit & Flare

Das Meerjungfrau-Kleid liegt eng am Körper an — von der Brust über die Taille bis zur Mitte der Oberschenkel — und weitet sich dann dramatisch nach unten aus. Diese Silhouette betont jede Kurve und wirkt besonders sinnlich. Ideal für Sanduhr-Figuren. Wichtig zu wissen: In diesem Kleid sind Schrittlänge und Bewegungsfreiheit eingeschränkt — das solltet ihr beim Tanzen und auch beim Shooting bedenken.

Empire

Das Empire-Kleid hat eine Naht direkt unterhalb der Brust, von der aus der Rock fließend nach unten fällt. Diese Silhouette ist besonders schmeichelhaft für zierliche Frauen, aber auch für Schwangere oder Bräute, die den Bauchbereich kaschieren möchten. Fließende Stoffe wie Chiffon verstärken die romantische, fast griechisch-anmutende Wirkung.

Ballkleid / Prinzessin

Enges Oberteil, weit ausgestellter Rock mit Tülllagen — das klassische Märchenprinzessin-Kleid. Ideal für größere Locations wie Schlösser oder Kirchen und für Bräute, die den ganzen Tag eine Aussage machen wollen. Auf Fotos wirkt es prachtvoll, benötigt aber auch Platz für schöne Aufnahmen.

Etui-Kleid (Column)

Das Etui-Kleid liegt eng am Körper, ohne eine ausgeprägte Taille zu betonen. Es wirkt modern, minimalistisch und elegant — der perfekte Schnitt für urbane Hochzeiten oder Standesämter. Besonders schön aus Crepe oder Satin. Für schlanke und athletische Figuren ideal; für kurvenreiche Körper sollte der Stoff Stretch-Anteile haben.

Bridal Jumpsuit

Kein traditionelles Kleid, aber ein wachsender Trend: Der Braut-Jumpsuit ist die Wahl für selbstbewusste Bräute, die aus der Masse herausstechen wollen. Praktisch, modern und auf Fotos absolut einzigartig. Für die standesamtliche Trauung oder als zweites Outfit für den Abend oft eine großartige Wahl.

3. Stoffe und ihre Wirkung

Der Stoff eines Brautkleids bestimmt nicht nur das Aussehen, sondern auch den Tragekomfort — und ganz wesentlich: wie das Kleid auf Fotos und Videos wirkt.

Spitze

Spitze ist zeitlos romantisch und auf Fotos absolut atemberaubend. Sie verleiht dem Kleid Tiefe, Struktur und eine märchenhafte Textur, die die Kamera liebt. Wichtig: Vollständige Spitze kann warm sein — bedenkt das bei Sommerho chzeiten im Freien.

Satin

Satin strahlt Luxus aus und schmeichelt der Silhouette durch seinen leichten Glanz. Auf Fotos wirkt er edel und zeitlos. Nachteil: Satin zeigt jeden Fingerabdruck, jede Falte und reagiert empfindlich auf Regen und Schweiß. Für Indoor-Hochzeiten oder klimatisierte Locations ideal.

Tüll

Tüll ist der Klassiker für voluminöse Röcke und schafft diesen traumhaften "Wolkeneffekt" auf Fotos, besonders wenn er im Wind weht. Leicht, luftig und visuell beeindruckend. Kann jedoch an rauen Oberflächen oder Naturuntergrund hängen bleiben — bei Outdoor-Shootings beachten.

Chiffon

Chiffon ist fließend, leicht und romantisch. Er bewegt sich wunderschön, ist luftig und drapiert elegant um den Körper. Ideal für Empire-Schnitte, Strandho chzeiten und fließende Bohemian-Looks. Auf Fotos wirkt er sehr feminin und natürlich.

4. Wann anfangen zu kaufen?

Das ist einer der häufigsten Fehler, den Bräute machen: zu spät mit der Kleidsuche beginnen. Hier sind die realistischen Zeiträume, die ihr einplanen solltet:

Achtung: Viele Brautmodengeschäfte können bei Kleidern aus internationalen Kollektionen keine kurzfristige Lieferung garantieren. Plant daher immer mindestens 6–9 Monate Vorlauf ein — 12 Monate sind noch besser.

5. Accessoires — das i-Tüpfelchen

Das perfekte Kleid braucht die richtigen Begleiter. Accessoires können das Gesamtbild komplett verändern — nach oben oder nach unten. Unsere Empfehlungen:

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Schleier

Der Schleier ist das romantischste aller Accessoires und auf Fotos kaum zu übertreffen. Besonders schön bei Kirchentrauungen und bei Outdoor-Shootings, wenn er im Wind weht.

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Blumenkranz

Der natürliche, romantische Gegenpart zum Schleier. Wirkt besonders bei Outdoor- und Bohemian-Hochzeiten wunderschön und auf Fotos immer frisch und lebendig.

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Schuhe

Wählt Schuhe, in denen ihr den ganzen Tag tanzen könnt. Auf Fotos sind die Schuhe oft sichtbar — also keine Kompromisse bei Farbe und Stil. Kleiner Trick: Blasenpflaster einpacken!

Schmuck

Weniger ist mehr — ein Statement-Schmuckstück reicht. Entweder elegante Ohrringe oder eine Halskette, aber nicht beides in voller Länge. Perlen sind gerade wieder trendig.

6. Wie sieht das Kleid auf Fotos aus?

Als Hochzeitsfotografen und -filmer haben wir Tausende von Kleidern durch unsere Linse gesehen — und wir verraten euch, worauf ihr beim Probeshooting achten solltet:

Unser Tipp für euer Shooting: Macht unbedingt einen Probelauf zu Hause: Kleid anziehen, euch in verschiedenen Positionen im Spiegel ansehen und kleine Bewegungen üben. So seid ihr beim echten Shooting entspannt und wisst, wie ihr euch am schönsten in Szene setzt.

7. Die Probenanprobe — was ihr mitbringen solltet

Eine Anprobe ist nicht einfach Kleid anziehen und schauen. Sie ist ein strategischer Termin, für den ihr euch gut vorbereiten solltet:

  1. Bringt die Unterwäsche und den BH mit, den ihr am Hochzeitstag tragen werdet
  2. Tragt Absätze ähnlicher Höhe wie eure Hochzeitsschuhe
  3. Haare hochstecken, um den Rückenausschnitt zu beurteilen
  4. Nehmt maximal 2–3 Vertrauenspersonen mit — zu viele Meinungen verwirren
  5. Fotografiert euch aus allen Winkeln — von vorne, hinten und seitlich
  6. Bewegt euch im Kleid: sitzen, gehen, tanzen, hüpfen — was fühlt sich frei an?

Euer Kleid ist gefunden — jetzt das Shooting planen!

Das perfekte Brautkleid verdient einen Fotografen, der weiß, wie er es ins beste Licht rückt. Wir kennen alle Tricks: Schleppe ausbreiten, Schleier im Wind, goldene Stunde — und wir halten diese Momente für immer fest.

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